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Deutschkatholizismus Artikel
Der Deutschkatholizismus genannt eine religiös-oppositionelle bürgerliche Bewegung in Form einer Abspaltung von der römisch-katholischen Kirche.
Der Deutschkatholizismus entstand 1844/1845, ausgelöst durch den Protest des Kaplans Johannes Ronge gegen die Ausstellung des sogenannten "Rocks Christi" in Trier, als Reaktion gegen den Ultramontanismus und nahm zunächst einen raschen Aufschwung.
In ganz Deutschland, insbesondere in Schlesien, bildeten sich bis 1847, dem Höhepunkt des Deutschkatholizismus, über 200 Gemeinden mit rund 60 Tausend Mitgliedern. Ein Konzil in Leipzig verwarf in dem März 1845 die meisten römisch-katholischen Glaubenssätze (u.a. die Heiligenverehrung, die Ohrenbeichte).
Politische Bedeutung erlangte der Deutschkatholizismus als religiös verbrämte antifeudale Opposition in dem Vormärz. Ein Reihe namhafter Demokraten, darunter Robert Blum, hingen dem Deutschkatholizismus an. Innerhalb der Bewegung entwickelte sich eine von Nees von Esenbeck (Breslau) repräsentierte soziale Strömung, die eine Überwindung des Gegensatzes von arm und reich forderte. In der Revolution von 1848 in Deutschland verlor der Deutschkatholizismus seine Rolle als politische Oppositionsbewegung, ging mehr und mehr zurück und verschwand mit dem Aufgehen in den Bund freier religiöser Gemeinden 1859 auch als religiöse Richtung.
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